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Leistungsnachfragen

Wem unsere Konzeption des Umgangs mit dem Verstehensinteresse der Kinder gefällt, der kann per e-mail: klaus.berthold@werkzeugsprache.de oder telefonisch über Festnetz. 034321/51380 zu individuellen Leistungen nachfragen. Von praktischer Hilfe, die Feinheiten beim Einrichten und Gebrauch von Werkzeugtechnologie zu verstehen, über Anleitung zum Eigenbau der Gerätschaften, bis zum Verkauf optimaler Arbeitsmittel. Alles ist möglich, wenn es um die Kindersache geht und nicht um neue Varianten von Mentoring und pädagogischer Einflussnahme.

Schnitzpferdchen in allen Größen, Werkbank mit Lochplatte und Klemmhaken, Sägebock und Drechseleinrichtung mit allen dazu gehörigen Werkzeugen sind das Ergebnis eigener Entwicklungsarbeit. Sie werden von uns in Kleinserien hergestellt und zum Verkauf an Initiativen angeboten, die mit der Bedeutung des Werkzeuggebrauchs von Kindern eigene Erfahrungen machen möchten. Gern können sie uns zu einer Vorführung und Diskussion unseres Konzeps einladen. Über die Kosten kann verhandelt werden.

Der chinesische Schriftsteller Zhungzi (365-290 v.Chr.) übermittelt uns einige seiner Gedanken in folgender Geschichte:

Dsï Gung war im Staate Tschu gewandert und nach dem Staate Dsin zurückgekehrt. Als er durch die Gegend nördlich des Han-Flusses kam, sah er einen alten Mann, der in seinem Gemüsegarten beschäftigt war. Er hatte Gräben gezogen zur Bewässerung. Er stieg selbst in den Brunnen hinunter und brachte in seinen Armen ein Gefäß voll Wasser herauf, das er ausgoss. Er mühte sich aufs äußerste ab und brachte doch wenig zustande.

Dsï Gung sprach: »Da gibt es eine Einrichtung, mit der man an einem Tag hundert Gräben bewässern kann. Mit wenig Mühe wird viel erreicht. Möchtet Ihr die nicht anwenden?«

Der Gärtner richtete sich auf, sah ihn an und sprach: »Und was wäre das?« Dsï Gung sprach: »Man nimmt einen hölzernen Hebelarm, der hinten beschwert und vorn leicht ist. Auf diese Weise kann man das Wasser schöpfen, dass es nur so sprudelt. Man nennt das einen Ziehbrunnen.«

Da stieg dem Alten der Ärger ins Gesicht, und er sagte lachend: »Ich habe meinen Lehrer sagen hören: Wenn einer Maschinen benützt, so betreibt er all seine Geschäfte maschinenmäßig; wer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, der bekommt ein Maschinenherz. Wenn einer aber ein Maschinenherz in der Brust hat, dem geht die reine Einfalt verloren. Bei wem die reine Einfalt hin ist, der wird ungewiss in den Regungen seines Geistes. Ungewissheit in den Regungen des Geistes ist etwas, das sich mit dem wahren SINNE nicht verträgt. Nicht dass ich solche Dinge nicht kennte: ich schäme mich, sie anzuwenden.«

Wenn schon die einfachste Mechanisierung des Wasserschöpfens unseren Gärtner zu einer so heftigen Stellungnahme herausfordert, was würde er wohl zu uns sagen, wo wir doch heute nicht nur körperliche sondern auch gedankliche Anstrengungen ganz selbstverständlich von Apparaturen erledigen lassen und uns darauf verlassen, dass unsere Erfindungen nur das sind und bleiben, als was wir sie erdacht haben. Erst wenn man vom Gegenteil ausgeht wird man herausfinden können wie es dabei zugeht, wenn ursprünglich vernünftig und nützlich erscheinende Erfindungen anfangen, ein seltsames Eigenleben zu führen und dann zunehmend mit immer weniger wünschenswerten Erscheinungen behaftet sind. 

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